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Nicht nur weil Köln sich als „Event-Stadt“ etablieren will, sondern auch, weil die internationale Filmfestivallandschaft „im Umbruch“ ist und die Konkurrenz in München und Hamburg vor Innovationen zurückschreckt, sei „der Zeitpunkt für die Schaffung eines neuen Filmfestivals jetzt günstig“, so eine Initiativgruppe um den Kölner CDU-Politiker Thomas Rossbach, Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der Kölner Gemini-Film und Cologne-Film, und Michael P. Aust, Leiter der Film- und Medien-Agentur Televisor und Geschäftsführender Gesellschafter der Toika Entertainment GmbH. Als Berater fungiert Filmkaufmann Josef Wutz, der vormals das Filmfest Hamburg organisierte. Nach der Konzeption der Initiative soll die Modernisierung der deutschen Festivallandschaft in Köln beginnen.

 

Verbesserungsbedarf sehen die Macher vor allem in der bisher üblichen Auswahl von Festivalfilmen. So würden noch immer Filme, „deren Herstellungszweck vor allem dem Geldverdienen im Kino gewidmet ist, aus den meisten Programmen verbannt oder aber verschämt in so genannten Sondervorführungen außer Konkurrenz gezeigt.“ Hinzu komme, „dass neue Kommunikationskanäle und Medien sowie das Verschmelzen der Entertainment-Inhalte kaum Berücksichtigung finden“ und kaum mit den „nachwachsenden Zielgruppensegmenten kommuniziert“ werde. Dagegen müsse sich das Filmfestival der Zukunft „als ein für das Publikum erlebbar inszeniertes Brückenbauen unterschiedlichster medialer bzw. audiovisueller Kommunikationskanäle“ verstehen und sein Profil im steten Wandel finden: „Das Kölner Filmfestival bleibt veränderlich und zeitgemäß. Dies führt zu einer eindeutigen Imageformulierung.“

 

Das Programm des Kölner Festivals soll deshalb „Closed-Shop-Viewing“, „Public-Viewing“ und „Public-Entertainment“ kombinieren und dabei alle audiovisuellen Entertainmentformen mit dem Film zusammenführen. Neben einem Wettbewerb und der Vergabe eines Medienpreises seien eine Vielzahl von „Contentmodulen“ denkbar, etwa „The Future Look of Moving Pictures“ als ein „High End der Visual Culture von Kunst bis Kommerz“, eine Kooperation mit US-Medienschaffenden aus Hollywood wie aus der Independent-Szene, eine Filmreihe zum Thema „Ton und Musik beim Film“ („Sound and Vision“), ein Musikvideo- und Werbeclip-Wettbewerb oder ein Programm mit Film-Trailern. Als Verbeugung vor der Comedy- und Karnevalsstadt Köln will man sich zudem speziell dem Genre der Komödie widmen.

 

Bei den Finanzen will die Initiative in Formen der Private Public Partnership operieren und zusätzlich Sponsoren einbinden. „Unabhängig davon“ sei allerdings eine Förderung des Projektes mit öffentlichen Mitteln „unabdingbar.“ Info: Thomas Rossbach fon 0221/5698115 u. thomas.rossbach@koelner-filmfestival.de; Gerhard Schmidt fon 0221/9347080 u. gerhard.schmidt@koelner-filmfestival.de

 

 (17.08.06)

 

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